Pollenallergie kann einem das Leben ganz schön schwer machen. Juckende Augen, laufende Nase, ständiges Niesen.
Manchmal fühlt es sich an, als ob der eigene Körper gegen einen arbeitet. Doch was kannst du wirklich tun, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen?
Schauen wir uns die wichtigsten Ansätze einmal genauer an.
Vorbeugung ist besser als jede Therapie
Bevor du zur Medikamentenschachtel greifst, solltest du wissen: Vorbeugung ist der Schlüssel. Besonders bei Kindern lässt sich das Immunsystem stärken, wenn sie viel draußen sind, sich gesund ernähren und regelmäßig frische Luft schnappen.
Auch wenn die Neigung zu Allergien oft vererbt ist, kannst du mit einem starken Immunsystem einiges abfedern.
Kommt die Allergie trotzdem durch, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Symptome abzumildern. Mehr Infos dazu findest du auch bei der Pollenstiftung.
Medikamente gegen akute Beschwerden
Schon vor Beginn der Pollenzeit kannst du Medikamente einnehmen, die verhindern, dass sich die typischen Symptome überhaupt entwickeln.
Diese Arzneimittel können die Reaktion deines Körpers so weit dämpfen, dass du den Frühling viel entspannter genießen kannst.
In sehr akuten Situationen etwa bei starken Atemproblemen, greifen manche Ärzte auch auf Cortison zurück. Allerdings solltest du das nur im Notfall nutzen.
Bei längerer Einnahme drohen Nebenwirkungen wie Wasseransammlungen oder eine nachlassende Wirkung.
Hyposensibilisierung – Immuntherapie gegen Pollen
Ein spannender Ansatz ist die sogenannte Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung genannt. Dabei bekommst du über einen längeren Zeitraum Allergene in kleinen Dosen verabreicht.
Das Ziel ist, dein Immunsystem Schritt für Schritt an die Pollen zu gewöhnen.
Diese Therapie startet am besten vor der Pollensaison und kann entweder über Spritzen oder Tabletten erfolgen. Sie wirkt nicht bei jedem, aber bei vielen bringt sie deutliche Erleichterung.
Heilung im klassischen Sinn gibt es zwar nicht, doch die Beschwerden lassen sich spürbar reduzieren. Einen tieferen Einblick in diese Therapieform findest du bei der AOK.
Weitere Tipps für den Alltag
Neben Medikamenten und Immuntherapie gibt es auch ganz praktische Dinge, die dir helfen können. Achte darauf, Pollen so gut wie möglich aus deinem Alltag herauszuhalten.
Wechsle nach einem Spaziergang deine Kleidung, wasche die Haare abends und lüfte am besten dann, wenn die Pollenbelastung draußen niedrig ist.
Auch dein seelisches Wohlbefinden spielt eine große Rolle. Eine positive Einstellung und ein gesunder Lebensstil können dein Immunsystem zusätzlich stabilisieren. Die Uniklinik Freiburg gibt dazu wertvolle Tipps, wie du besser durch die Pollenzeit kommst.